Das KON-TIKI Prinzip
Unser KON-TIKI – Prinzip leiten wir her von einem der vermutlich letzten großen Wissenschaftsabenteuer unserer Zeit, ...
... der „KON-TIKI“-Floßfahrt im Jahr 1947.
Hintergrund: Damals überquerte der norwegische Naturforscher und Ethnologe Thor Heyerdahl gemeinsam mit fünf Gefährten auf einem selbstgebauten Balsaholz-Floß mit Namen „KON-TIKI“ den Pazifik. Die Reise ging von Peru bis zu den Südsee-Inseln.
Ziel der Expedition war es, den Beweis dafür anzutreten, dass, entgegen der gängigen Lehrmeinung, eine Besiedlung Polynesiens von Südamerika per Floß möglich war. Durch diese wohl einmalige Abenteuerreise, bei der Heyerdahl und seine Mannschaft in 101 Tagen rund 7.000 Pazifikkilometer zurücklegten, gelang der Gruppe der Praxisbeleg für die umstrittene Besiedlungstheorie.
Die Leitgedanken dieser Expedition haben wir im KON-TIKI – Prinzip verdichtet:
1. Erlebnisorientierung
Die Expedition Heyerdahls ist später in der Fachwelt immer wieder heftig diskutiert worden. Was aber nie bestritten wurde, ist, dass es sich um ein großartiges Erlebnis und Abenteuer gehandelt hat. Nicht umsonst dürfte das Buch zur Expedition in fast 70 Sprachen übersetzt worden sein.
Die Idee zur Floßfahrt entstand übrigens eher aus der Not heraus. Heyerdahl hatte kein Geld mehr für seine theoretische Forschung. Durch die Expedition erhoffte er, zu Recht, die nötige öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen.
Diesem Erlebnisprinzip fühlen wir uns verbunden. Sicher ist es kaum möglich, Ihren Gästen (immer) derartig aufsehenerregende Abenteuer wie die Fahrt der KON-TIKI anzubieten.
Gleichwohl ist der Erlebnishunger unser modernen Gesellschaft nach wie vor ungebrochen. Für informelle Bildungseinrichtungen kommt entscheidend hinzu, dass Menschen besser und einfacher lernen, wenn sie so stark wie möglich einbezogen werden.
Daher geben wir alles, um Ihre Gäste aktiv ins Geschehen einzubeziehen!
2. Innovationskraft
Das Motto der KON-TIKI - Expedition hätte vielleicht lauten können: „Ungewöhnliche Fragestellungen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.“
Thor Heyerdahl wurde dabei mit seinem Unternehmen quasi zum Begründer der experimentellen Archäologie. Dieser Zweig der Archäologie versucht, theoretische Erkenntnisse durch konkretes Erproben zu vertiefen. Dabei wurde und wird das praktische Erkunden zum Arbeitsprinzip.
Wer so handelt, wird kreativ tätig und findet abseits der ausgetretenen Wege oftmals gänzlich neue Methoden. Und - innovative Erlebnisse zu schaffen ist auch heute noch ein Abenteuer der besonderen Art, sonst wären sie nicht innovativ.
In diesem Sinne ist für uns eine Methode immer Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck.
Oft werden eher Standardmethoden abgefragt, z. B. Lehrpfade, Ausstellungen, Faltblätter, Führungen. Während diese Methoden natürlich ihre Berechtigung haben, werden sie doch teilweise zum Selbstzweck, hinter dem die Erlebnisorientierung verschwimmt.
In unserem Planungsseminar erfahren Sie daher, wie sich methodisch neben den klassischen Instrumenten z. B. auch mit einem Tischtuch oder einem Fön gute Bildungsarbeit leisten lässt - ganz im Sinne übrigens von Walt Disney, der einmal meinte:
„Wenn ihr es träumen könnt, könnt ihr es tun!“
3. Teamgedanke
„Eine Gruppe von Menschen, die miteinander auf einem Floß über den Ozean treiben sollen, muß sehr sorgfältig ausgesucht werden, sonst gibt es Krach und Meuterei nach wenigen Wochen (...)“, so formulierte es Heyerdahl in seinem Reisebericht* (S. 35).
Doch, ganz pragmatisch, ergab sich die Mannschaft im Endeffekt zum Teil auch zufällig, und – es ging gut.
Bei unserer Arbeit für Sie legen wir ebenfalls viel Wert auf ein gutes Team von Auftraggeber- und Auftragnehmerseite. Aufbauend auf gemeinsam zu entwickelnden Zielen erarbeiten wir in enger Kooperation Ihr Erlebnisvorhaben, denn uns ist natürlich bewusst: Nur Ihr Erfolg ist auch unser Erfolg!
* Literatur: Heyerdahl, Thor (1949): KON-TIKI - Ein Floß treibt über den Pazifik. Wien: Ulstein Verlag.
4. Ressourcenbewusstsein
Die Idee der Floßfahrt war derart ausgefallen, dass Heyerdahl rasch die nötige finanzielle und materielle Unterstützung fand, die er benötigte. Doch bis es soweit war, hatte er fast „keinen Knopf Geld mehr in der Tasche“* (S. 28).
Wie gesagt, es ist wohl nur selten möglich und sinnvoll, ein ähnlich Aufsehen erregendes Projekt wie die KON-TIKI - Tour anzuschieben. Gleichwohl trifft das heyerdahlsche Zitat über die damalige Mittelknappheit heute auf die meisten Einrichtungen informeller Bildung zu.
Für uns gilt, wir planen zwar starke Erlebnisse aber keine finanziellen „Luftschlösser“!
* Literatur: Heyerdahl, Thor (1949): KON-TIKI - Ein Floß treibt über den Pazifik. Wien: Ulstein Verlag.
5. Wissenschaftlichkeit
Die Reise der KON-TIKI war kein Selbstzweck etwa von Extremsportlern. Es ging darum, auf experimentellem Wege eine neue Theorie der Besiedlung Polynesiens zu untermauern. Dabei hatte Heyerdahl an sich gar nicht geplant, die Floßfahrt anzutreten. Im Vorfeld hatte der Ethnologe ein umfangreiches Manuskript ausgearbeitet, dass seine Besiedlungstheorie erläutern sollte. Doch überzeugen konnte er erst durch eine aufsehenerregende Expedition.
Auch wir bemühen uns, zusätzlich zu aller notwendigen Kreativität, unser konzeptionelles Vorgehen wissenschaftlich zu untermauern – fragen Sie uns. Diese von uns durch langjährige theoretische und praktische Forschung zusammengetragenen Erkenntnisse entstammen einer Vielzahl von Fächern, bspw. Sozialpsychologie, Informationstheorie, Kognitionstheorie, etc.
Aber - gemäß einem Ausspruch des ehemaligen Stuttgarter Bürgermeisters Manfred Rommel „brauchen wir keine Theorie, die die Nase rümpft, wenn Sie der Praxis begegnet.“
Was wir anwenden ist eine praktische Theorie, nicht umgekehrt. Testen Sie uns!
